Die ungarische Küche hat einiges mehr zu bieten als das so bekannte Gulasch oder die berühmte ungarische Salami. Grundsätzlich entstammen die meisten Gerichte der bäuerlichen Küche und sind daher sehr Nährstoffreich, sehr sättigend und stark gewürzt.

Elemente der ungarischen Küche

Paprika

Die zentrale Rolle in der ungarischen Küche nimmt natürlich die Paprika (frisch, als Pulver oder püriert) ein. Während man in Deutschland meist nur 2-3 verschiedene Sorten kennt, differenziert der Ungar sehr viel stärker. Neben dem Schärfegrad ist auch wichtig, wie fein jeweils gemahlen wird. Auch wenn die ungarische Küche deshalb oft als "würzig" angesehen wird, so ist es dennoch ein besonderes Merkmal, dass nur wenige Gewürze - diese aber sauber aufeinander abgestimmt - zum Einsatz kommen. Insbesondere ein echtes ungarisches Pörkölt ist ohne jede Menge Paprika undenkbar.

Sauerrahm (Tejföl)

Der Sauerrahm (tejföl) - der eher der in Westeuropa gebräuchlichen Créme Fraiche entspricht - ist das zweite wichtige Merkmal in ungarischen Gerichten. Er dient zuemeist zum abschmecken der Speisen gegen Ende der Zubereitung, wird aber aber auch sonst sehr viel zu Salaten oder Beispielsweise Lángos gereicht. 

Kessel

Traditionell spielt auch der Kessel (Kupferkessel) noch eine große Rolle, in welchem die Speisen über offenem Feuer zubereitet werden. Ein echtes Pörkölt kann man eigentlich nur so geniessen...

Quark (Túró)

Der ungarische Quark unterscheidet sich stark in Geschmack und Aussehen, von dem was etwa in Deutschland unter diesem Namen verkauft wird. Er ist meist sehr grobkörnig - etwas wie Frischkäse - und auch im Geschmack trockener und weniger süß. Verwendet wird er häufig als Füllung für leckere Kuchen und natürlich in den bekannten Túró Rudi Quarkstäbchen.