Die in Ungarn gültige Währung ist nach wie vor der Forint. Die Bestrebungen den Euro als Landeswährung einzuführen wurden 2008 zunächst einmal abgebrochen und sind auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Forint ist (Juni 2017) mit einem Kurs von knapp 310:1 relativ schwach im Vergleich zum Euro (1 Euro = 310 Ft) - mit zeitweisen Ausreißern nach unten. Damit ist das Wechselkursverhältnis für Urlauber aus dem Euro-Raum sehr interessant.

Beispiele:

  • Ein Kilogramm Kaffee (Markenware) bieten Discounter häufig um die 1800 Ft an. Bei einem Kurs von 310:1 entspricht dies also etwa einem Preis von 5,80€.
  • Ein importiertes deutsches Bier kostet in gehobenen Restaurants meist zwischen 500 und 600 Ft - entspricht also einem Preis unterhalb von 2 €. Einheimische Biere erhält man in kleinen Kneipen sogar häufig noch für unter einen Euro.
  • In den (preislich schon höher gelegenen) Gebieten um den Plattensee schlägt ein umfangreiches Abendessen für 2 Personen mit etwa 5000 Ft zu Buche, also einem Gegenwert von gut 16€.

Den aktuellen Tageskurs des Forint im Verhältnis zum Euro erfahren Sie zum Beispiel bei Yahoo Finanzen. Achtung: Über das Wochenende wird der Kurs hier nicht aktualisiert!

Ungarische Münzen

Es existieren Münzen zu 5, 10, 20, 50, 100 und seit 2009 auch 200 Forint. Die 1 und 2 Forint Münzen wurden hingegen Anfang 2009 abgeschafft und sind nicht mehr offiziell im Umlauf. Beim Einkauf bedeutet dies, dass Preise nach oben oder unten abgerundet werden auf volle 5 Ft. 297 Forint werden also beispielsweise abgerundet auf 295. Ein Preis von 198 Forint dagegen wird aufgerundet auf 200.

Ungarische Geldscheine

Geldscheine gibt es in den Größen 500, 1.000, 2.000, 5.000, 10.000 sowie 20.000 Forint. Größere Scheine sind nicht im Umlauf! Die grünen 200er Forint-Scheine sind seit Mitte November 2009 kein gültiges Zahlungsmittel mehr. Sie wurden offiziell durch die neuen 200 Forint-Münzen ersetzt.

Am gebräuchlichsten im Alltag ist der 1.000 Forint-Schein, auch wenn er "nur" ca. 3,2 Euro Gegenwert entspricht. Hier sollte man beim Wechselgeld darauf achten, keinen "alten 1.000er ohne silbernen Sicherheitsstreifen" zu bekommen. Diese sind zwar offiziell noch gültig (also kein Falschgeld), werden aber von Geschäften häufig abgelehnt, da man sie nur noch bei Zentralbanken einzahlen kann.

Seit Ende 2016 werden einzelne Scheine erneuert. Es sind daher von manchen Scheinen akutell 2 Versionen im Umlauf. Dies sind vor allem die 2.000 und 5.000 Forint Scheine. Alte 10.000er bekommt man in der Regel nicht mehr ausgehändigt und sollte man auch nicht mehr unbedingt annehmen.

Geldwechsel in Ungarn

Wechselstuben findet man in den Touristengebieten an jeder Ecke. Gute Kurse bieten zumeist Reisebüros oder kleine Wechselschalter in Einkaufszentren. Eine Wechselgebühr ist unüblich, sondern man erhält genau den am Schalter ausgeschriebenen Kurs. Wechselkurse, die etwa 4-5 Forint unterhalb des offiziellen Geldkurses liegen, sind seriös und zu empfehlen.

Noch besser ist es, wenn Sie eine EC-Karte einer auch in Ungarn ansässigen großen Bank besitzen - beispielsweise der UniCredit (in Deutschland Hypovereinsbank), Citibank oder der österreichischen Erste Bank. Diese haben in fast allen größeren Städten Filialen und man kann sich dort praktisch zum offiziellen Wechselkurs Geld von seinem Girokonto in Forint ausbezahlen lassen.

Vorsicht an Geldautomaten bei Banken, die einen danach Fragen, ob man die Transaktion direkt in EURO oder in Forint durchführen möchte! Bei ersterem erhält man einen sehr schlechten Kurs. Also lieber genau lesen was auf dem Bildschirm steht und die 2te Variante wählen (OHNE GEWÄHR!).

Kann man in Ungarn auch mit EURO bezahlen?

Die großen Supermarktketten wie SPAR, Penny oder TESCO akzeptieren heute auch den Euro als Zahlungsmittel. Man muss jedoch genau hinschauen zu welchem Wechselkurs. Während SPAR hier zum Beispiel fast 1:1 den offiziellen Kurs bietet, können es bei anderen Ketten 10-20% weniger sein. Auch Restaurants und Hotels akzeptieren oft schon EURO, aber natürlich zu einem schlechten Kurs. Vorsichtig sein sollte man bei Straßenhändlern, die EUROs akzeptieren.

In Budapest sollte man insbesondere keine Geschäfte mit Personen machen, die einen auf der Straße ansprechen und iPhones, iPads und ähnliche Angebote zu auffallend günstigen Preisen bieten...sie kaufen hier am Ende eine leere Schachtel!

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