Benzinpreis in Ungarn

Stark gestiegen, aber noch günstiger als in Deutschland

Immer von Interesse bei einer Auslandsreise ist natürlich der Benzinpreis. Da Ungarn noch nicht zur Euro-Zone zählt, gilt dies insbesondere, da der Preis sehr stark mit dem Wechselkurs schwankt.

Zur Zeit (Anfang November 2011) kostet der Liter Superbenzin in Ungarn zwischen 390 und 400 Forint. Beim derzeitigen offiziellen Wechselkurs von 300:1 kostet der Lister also um die 1,31 Euro.

Als Faustregel gilt dabei: In Touristenregionen ist der Preis durchweg höher. Direkt in den Ortschaften am Plattensee kostet ein Liter immer mindestens 10 Forint mehr als beispielsweise in der etwas im Hinterland gelegenen Stadt Veszprém. Vergleichen lohnt sich also. Aktuell versuchen anscheinend alle ungarischen Tankstellen den Preis noch unter der psychologisch schwierigen Marke von 400 Forint zu halten. Die lokalen Unterschiede sind also nicht mehr so extrem wie zu früheren Zeiten.

Tanken in Österreich oder in Ungarn?

Auch vor der Einreise nach Ungarn kann ein Preisvergleich noch lohnen. Die österreichischen Tankstellen in grenznähe haben zwar die massiven Preiserhöhungen der Ungarn mit übernommen, passen ihre Preise aber immer noch gerne dem Nachbarland an. So kann es durchaus sein, dass in Grenzorten wie etwa Klingenbach der Benzinpreis noch einmal 1-2 Cent unter den Benzinpreisen jenseits der Grenze ist. Insbesondere bei der Rückfahrt kann man dann abwägen, ob man noch in Ungarn oder erst in Österreich tanken sollte.

Benzin-Marken

Die meisten in Deutschland bekannten Tankstellennetze (Shell,...) trifft man auch hier an. Stark verbreitet sind zudem OMV und das in Deutschland weniger bekannte Lukoil. Bei letzterem sind die Preise in der Regel auch immer etwas günstiger als bei der Konkurrenz.

Besonderheiten

An vielen Marken-Tankstellen gibt es in Ungarn Full-Service. Gegen ein kleines Trinkgeld nimmt einem also ein Mitarbeiter das Tanken oder kontrollieren des Ölstandes ab. Auch der nette Mitarbeiter, der gleich seine Hilfe anbietet, wenn man den Luftdruckmesser zur Hand nimmt, erwartet in der Regel ein kleines Trinkgeld. Anders als in Deutschland haben nur wenige Tankstellen auch in der Nacht geöffnet.

Wenn man also aus Deutschland gewohnt ist nachts Getränke und Essen von der Tankestelle zu besorgen, muss man in Ungarn eher auf die sogenannten "Non-Stop-Geschäfte" oder die großen TESCO-Märkte zurückgreifen.

Autobahn-Maut

Auch die fällige Maut für die Benutzung der ungarischen Autobahnen zahlt man an den Tankstellen. Man erhält hier keine Vignette, sondern nur den Kassenbeleg über die Zahlung. Die Kontrolle der Maut erfolgt voll elektronisch über Speicherung des KFZ-Kennzeichens bei der Zahlung. Hier also genau aufpassen, dass das korrekte Kennzeichen vermerkt ist! Die Quittung sollte man 1 Jahr aufbewahren. Sie dient als Nachweis über die Zahlung der Maut.

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